Damit sich Kinder im schulischen Umfeld gut zurechtfinden, benötigen sie emotionale Stabilität, gute Sprachkenntnisse und Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten. Dieses Vertrauen ist besonders groß, wenn Rituale und Fähigkeiten im schulischen Umfeld wieder auftauchen, mit denen sich die Kinder bei uns im Kinderhaus bereits vertraut gemacht haben. Erscheinen z. B. erste Zahlen im Mathematikunterricht der Schule, ist die Freude groß, wenn Ziffern die bereits im Kinderhaus eine Rolle gespielt haben, wieder auftauchen. Deshalb verwenden wir auch die Anlauttabelle der Schule, damit die Kinder sich später nicht auf eine andere einstellen müssen. Die Tabelle hängt im Gruppenraum und ist somit immer präsent.

Für ca. zehn Minuten täglich beschäftigen wir uns mit einer speziellen Sprachförderung ( Würzburger Trainingsprogramm). Dazu trifft sich die Klein- gruppe in einem separaten Raum, um miteinander weitere sprachliche Kompetenzen zu erlangen und deutlich zu vertiefen.
Wir setzen uns mit weiteren Projekten auseinander, wobei jedes Kind sein Wissen und Können einbringen kann.

In Kinderkonferenzen zu einem bestimmten Thema erfahren die Kinder sich in der Gruppe auszutauschen und lernen ihre Meinung zu äußern. Sie lernen dabei demokratische Verhaltensweisen und sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen.
Die Kinder, die im kommenden Jahr eingeschult werden, bezeichnen wir als „Maxikinder“. Sie treffen sich regelmäßig (gruppenübergreifend) zu bestimmten Projekten und lernen sich dabei als konstante Gruppe kennen. Die Maxikinder wissen: “Wir sind die Großen und kommen bald in die Schule.“ Sie sind stolz auf diese Position und werden neugierig auf das, was kommen wird.

In einem Informationsgespräch zusammen mit den Eltern, erarbeiten wir die Schulfähigkeit des Kindes und wenn notwendig machen wir auf einen Förderbedarf aufmerksam, um einer möglicherweise zu erwartende Über- oder Unterforderung des Kindes in der Schule entgegenzuwirken.